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Camps: Das mit dem Treffen

Die Landschaft der Camps ändert sich gerade. Es kommen viele dazu. Neben dem fb-Camp wartet auch noch das Schoko-Camp auf seinen Start, ein Grill-Camp ist in Planung, es gibt ein root-camp, ein castlecamp, und, ach ja, nun auch ein operncamp. Mit allen Tücken des Starts, etwa der der Terminplanung. Und siehe da: Es ist kaum mehr möglich, ein Event zu planen, ohne anderen ins Gehege zu kommen. Wobei, vielleicht ist das ja gar nicht der Fall. (Hier noch eine weitere  Übersicht bei t3n)

Die zunehmende Anzahl der Camps, die sich an die alte barcamp-Tradition anhängen, ist andererseits auch ein Beweis dafür, dass die Zahl der Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch nachgefragt wird. Wer über sein Thema sprechen möchte, sich mit Kollegen dazu austauschen will, der ist sich bei den „Fach“-Camps ziemlich sicher, diese genau dort finden zu können.

Mit der re:publica gibt es ein themenübergreifendes (Klassen-)Treffen, andere Veranstaltungen erfreuen sich ebenso an immer größerem Zulauf. Andererseits: Halt! Dass es in diesem Jahr keine StART-Konferenz geben wird, bedrückt mich dann schon. Und, ehrlich gesagt, dachte ich einige Minuten darüber nach, ob mit der Initiierung des operncamps gleichzeitig auch eine Kannibalisierung stattfindet. Mag sein. Vielleicht ist es auch eine Veränderung der Landschaft, die spitzere Themen erfordert. Die Macher der Konferenz forschen an den Ursachen. Ich bin gespannt.

Dass das Thema „Digitale Kommunikation“ in den nächsten Jahren immer wichtiger wird, dafür besteht kein Zweifel. Dennoch bin ich auch als Berater immer derjenige, der das persönliche Treffen von Beteiligten ganz oben auf die Agenda stellt.  Und es ist damit die logische Konsequenz, über die Plattformen zu reden, die genau diese Möglichkeit bieten. Wer weiß, vielleicht wird es irgendwann auch ein Handwerker-Camp geben, und viele andere mehr.

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5 Comments

  1. Christian Henner-Fehr

    18. April 2012 - 15:27

    Wenn man sich die Barcamps anschaut, dann stellt man fest, dass diese sich immer mehr dem Konferenzformat annähern. Um die TeilnehmerInnen nicht zu überfordern und für eine gewisse Attraktivität zu sorgen, werden schon im Vorfeld SprecherInnen eingeladen. Das ist nicht falsch, denn auf diese Weise nimmt man vielen die Angst vor den unbekannten Barcamps, bei denen man Gefahr läuft, plötzlich selbst auf der Bühne zu stehen.

    Aber die Abgrenzung für Konferenzen wird immer schwieriger. Ich vermute, wir werden uns mit der stARTconference etwas anderes einfallen lassen müssen, wenn wir damit wieder Erfolg haben wollen. Einfach zwei Tage Programm zu planen in der Hoffnung, dass schon jemand kommen wird, reicht nicht mehr.

  2. cdv

    18. April 2012 - 16:46

    Christian, das sehe ich aus so. Zudem habe ich die Sorge, dass „wir“ zuweilen schon etwas zu weit voraus sind. Deshalb meine Überlegung mit der Mischform beim @operncamp, um die Menschen auch abholen zu können. Viele (Sorry!) können gerade mal ihren Rechner bedienen und haben Angst vor jedem „Klick“.

    Wünsche euch bei der stART conference alles Gute und möchte gegebenenfalls auch mitwirken.

  3. Christian Henner-Fehr

    18. April 2012 - 18:42

    Stimmt, ich bin mir gar nicht so sicher, ob wir auf diesem Weg an die herankommen, die, wie Du schreibst, gerade mal ihren PC bedienen können.

  4. Stefan Evertz

    18. April 2012 - 19:00

    @Christian (Henner-Fehr): Hier möchte ich nur kurz anmerken, dass ich diesen Effekt (also die Wandlung zum regulären Konferenzformat) eigentlich überhaupt nicht wahrnehme. EInzige tendenzielle Ausnahme, die mir auf Anhieb einfällt, ist das Politcamp, das vom ersten Tag von Speakern gesprochen hat. Und diese etwas stärker hervorgehoben hat. Ansonsten gibt es immer nur die Liste der Sessionvorschläge, die einen Ausblick auf die denkbaren und möglichen Themen und Sessions bieten können. Und diese Liste gehört vom ersten Tag an zum Format…