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Ein Versuch: #DailyGenörgel

9. April 2016

Nachdem der allerwunderbarste Alex mir in der vergangenen Woche so mir nichts dir nichts mein Blog in ein neues Zeitalter gehievt hat (was lange überfällig war …), ist nun auch die Idee entstanden, es wieder mehr zu bespielen als in der Vergangenheit. Wegen der aktuellen und sehr, sehr mühseligen Rekonvaleszenz ist leider gerade Zeit im Überfluss da, was auch nicht heißt, dass ich es jeden Tag schaffen werde. Meine Vorstellung: Dem täglichen Webgeschehen meinen Senf hinzufügen. Das ist völlig subjektiv, aus diesem Grund vielleicht nicht immer ganz fair, zumeist aber ernst gemeint. Test zudem: Blogeinträge ohne Geschubse, kein Facebook und kein Twitter dazu. Dazu fehlt mir aufgrund der fehlenden Kraft gerade die Energie. Ihr müsst das schon selbst finden.

Und, ganz wichtig: Ich will nicht nur nörgeln, sondern auch loben (Komme an anderer Stelle noch darauf zurück). Wenn ich etwas finde, dann gern. Wenn ihr etwas findet, gern her damit. Los geht’s.

Quelle: Screenshot "Zypresse"

Quelle: Screenshot „Zypresse“

Storify: Gut gemeint, aber daneben …

Zufällig neulich über diese nette Ü50-Bloggerinitative gestolpert (Bin dort noch nicht eingetragen, zugegeben), und heute morgen dann wieder auf Twitter, weil man sich wohl in Köln zusammengerottet hat. Nett. Klick, guck, schnell enttäuscht. Gutes Beispiel dafür, welche Instrumente man zu welchem Zweck nicht einsetzen sollte. Bin ein großer Freund von storify, wenn es gut gemacht ist. Hier an dieser Stelle ist es kontraproduktiv. Besser wäre ein zusammenfassender Blogbeitrag zum Treffen gewesen, dann kann man das Tweet-Zusammengeschubse gern daran anfügen. In der Form leider kein Nutz- und Mehrwert. [Edit: Hab‘ jetzt doch einen Text über das Treffen gefunden.]

Krautreporter: Hier leider nur aufgewärmt

Bin noch immer ein stiller und großer Freund der Krautreporter (das Widget rechts in der Sidebar ist Zeugnis davon), aber von dieser Geschichte über die Regisseurin Erika Lust war ich enttäuscht. Ohne groß zu recherchieren (keine Lust!) erinnere ich, dass Theresa Bäuerlein schon mehrfach darüber an anderen Stellen geschrieben hat. Irgendwie liest sich das jetzt wie ein aufgewärmter Aufguss; und weil’s am Ende nicht so nett war, ein etwas abruptes Ende. Insgesamt fehlt mir in dem Beitrag die Tiefe. Das Thema und die Person geben mehr her, als die vergangenen Treffen zu beschreiben. Schwach.

Medien-Rant: Noch ausbaufähig

Thomas Knüwer ist ja in Branchenkreisen schon seit vielen Jahren dafür bekannt, dass er gern mal (lang und ausufernd) austeilt. Gern in die Ex-Branche Medien, oft gut formuliert, durchaus mit profundem Wissen und guter Erinnerung an einige Jahre Webgedöns. Und weil jetzt alle Medien- und Beraterfuzzis und -fuzzilinchen ohnehin auf Snapchat herumturnen, sendet Herr Knüwer dort den „TäTho“ (Täglicher Thomas) -Rant. Mal abgesehen davon, das viele Neu-Snapchatter ausgerechnet da meinen, mir immer nur ihre Fresse kommentarmäßig zu präsentieren, wenn sie irgendwohin latschen (gähn…), muss natürlich ein gesprochener Text anders daher kommen, als ein geschriebener Text. Also, das geht bestimmt noch besser, noch nuancierter, noch spitzer formuliert; vermutlich geht das aber nicht einfach mal so. Wie irgendwie alles, was gut werden soll. Und, siehe oben: Wie sieht’s mal mit Lob aus?

Zeitungsverleger ganz großartig: Betreuter #rp10-Besuch

Netzmenschen, Twitterer und Blogger kennen das von Barcamps, wenn ab und an dort mit Kennermiene innerhalb der Sessions Alkohol getrunken wird. Fachleute versuchen sich dann daran, völlig ahnungslosen Laien etwa gute Whiskey- oder Gin-Sorten schmackhaft zu machen. Wir nennen es #betreutesTrinken. Klappt super!

Wenn jetzt ausgerechnet der Bund Deutscher Tageszeitungs-Verleger dazu einlädt, die re:publica mit einer „Guided Tour und Workshop“ zu erkunden, dann muss ich wahrhaft schmunzeln, habe allerdings auch eine Sorgenfalte auf der Stirn. Immerhin: Es ist erst die 10. re:publica (das Internet wurde gestern erfunden); ich empfehle den Gruppenteilnehmern Fähnchen-Pflicht, damit niemand im Innovations-Getümmel plötzlich allein da steht; die Betreuung wird hoffentlich auch psychologischer Art sein, denn es wird insbesondere in diesem Jahr mit „sehr heftiger Innovation“ gerechnet. Man wird mit Johnny und Co. darüber reden müssen, ob Ruhe-Liegen ob dieser zu erwartenden Disruptionen zur Verfügung stehen. Und, schlimmer noch: Was passiert, wenn die nach dem #rp10-Besuch etwa in ihren Häusern etwas verändern wollen? Ich vermag es mir nicht auszudenken. Denkt bitte der BDVZ daran? Danke.

cdv!

 

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