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DailyGenörgel #2

11. April 2016

Neues Genörgel. War heute ein wenig zäh, aber ich war auch aus haushaltstechnischen Gründen nur temporär online, hab‘ nur kurz mal in dieses Internetz hineingeschaut.

Gutes Beispiel für „Geht so gar nicht“

And the winner is … meedia. So ein Tweet-Zusammengeschubse auf die Schnelle, was keine Sau braucht. „So spiegelt Twitter die Debatte um das Böhmermann-Gedicht“ ist schon mal falsch, wenn man nur die wenigen Tweets der ohnehin bekannten Pappnasen zusammenstoppelt. Die richtig konträren Tweets sind da gar nicht vorhanden; war aber auch nicht wichtig. Montagmorgen ist für meedia Saure-Gurken-Zeit, da lässt sich das mal schnell zusammenschneidern. Erkenntniswert: Unter-Null!

meedia

Wer stark genug ist: Das Grauen!

Am Montag schon Schnappatmung, dann eher nahezu grenzenloses Mitleid. Die Seite „Fußgängerzone 2.0“ muntert Einzelhändler auf, dem bösen, bösen „Gegner Internet“ die Zähne zu zeigen. So viel Fehler in einem Beitrag sind tatsächlich selten. Mir ist zudem seltsam zumute, weil ich die Kollegin persönlich kenne, was mich betroffen macht. Von Google-Tipps, die man tatsächlich noch unterschreiben kann, geht es dann zum Engagement bei Facebook. Grauenhaft. Wer Einzelhandel kennt, weiß sehr gut, das genau das nicht funktionieren kann. Facebook braucht, wenn es Ergebnisse erzielen soll, ein enormes Zeitbudget (hat im Einzelhandel niemand!), darüber hinaus ein erkleckliches monetäres Budget (haben Einzelhändler nie!). Für News-Letter übrigens auch nicht. Darüber schweigt die Kollegin, bietet sich immerhin selbst an (clever!). Am Ende auf das Schaufenster zu kommen, ist das Armutszeugnis schlechthin. Selbst das können Einzelhändler nicht. Die wichtigsten Punkte lässt sie gar aus: In gute Verkaufs-Fachkräfte zu investieren, persönliche Kontakte herzustellen, Authentizität herzustellen, Nischen zu besetzen. Kommt alles nicht vor. Ich werde die Seite dennoch im Auge behalten. Befürchte, dass es noch schlimmer kommen kann.

Einige Zahlen zu „Bezahlmauern“

Christian Jakubetz mit einem kurzen Beitrag dazu, wie viele Zeitungen in Deutschland eine sogenannte Paywall haben. Überschaubar. Was leider nicht auseinander gehalten wird: Welcher Art Zeitungen sind das, und welche Zeitung hat welches Modell. Meine Meinung: Die harte Paywall, wie etwa die Rhein-Zeitung, können nur wenige. Die kleineren brauchen dort gar nicht anfangen. Den Marketing-Aufwand können sie nicht. Und die andere Seite geht auch nicht: Die Vermarktungs-Preise sind so kaputt wie nix. Es müssen andere Erlös-Möglichkeiten her. Und das wollen die Regional-Zeitungsverlage noch gar nicht wahrhaben. Warten wir noch ein paar Jahre, bis sie die Änderungsnotwendigkeit begreifen.

Wunderschön: So geht Zusammenarbeit!

Traumhaft, wunderbar, wie geil ist das denn! Ein Klick ließ mein Herz schmelzen. Die „Zeit“ mal wieder, mit einem Kochtag! Grandios. Denn so geht Zusammenarbeit: Vermarktungspartner, User-generated-Content (Rezept-Vorschläge), Veranstaltungen, den eigenen Shop zudem noch eingebunden. Tatsächlich traumhaft. Aus diesem Beispiel lässt sich noch viel, viel mehr machen. Egal, welches Medium; aber diese sollten diese Chancen tatsächlich ergreifen.

cdv!

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