Allgemein Krebs

#Status: Unangenehmes Kopfkino

27. Mai 2016

„Die medizinischen Voraussetzungen für eine Kostenbeteiligung können wir nur in Zusammenarbeit mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) beurteilen. Die Ärztinnen und Ärzte dort unterstützen uns mit ihrem medizinischen Fachwissen. Ihre Unterlagen habe ich deshalb an den zuständigen MDK weitergeleitet. Bitte haben Sie etwas Geduld – ich informiere Sie, sobald mir eine Antwort vorliegt.“

Grundsätzlich habe ich sehr viel Verständnis für sinnvolle Kostenüberprüfungen. Das hier finde ich aber nur so mittelgut, was genauer heißt: Voll Scheiße! Ich will eigentlich „nur“ wissen, ob es noch lebendige Krebszellen in meinem Körper gibt. Oder: Ob die wunderbare Chemo-Therapie (/ironie off) angeschlagen hat. Und ganz genau: Es geht um ein PET-CT, eine Untersuchung, die mit Hilfe radioaktiver Substanz darstellen kann, ob tatsächlich noch lebendige Krebszellen in meinem Körper herum geistern. Alternativen dazu, so viel wie ich erfahren konnte, gibt es kaum. Oder eigentlich keine.

Die kleine Terminschlamperei zuvor, bah!, vergessen. Das Hin- und Herschicken zwischen Krankenhaus, Urologe und Hausarzt, bah!, vergessen. Wenn irgendjemand gerade ordentlich Zeit hat: Ich! Na, ja.

Foto: Antje Köppen <3

Foto: Antje Köppen <3

Tatsächlich geht es mir erstaunlich besser als noch vor wenigen Wochen. Neulich musste ich flugs den Rasierer aus dem Keller holen: Die Haare wachsen wieder! Die Finger- und Fußnägel auch. Nur die Muskeln tun sich immer noch sehr schwer. Das Radfahr- und Sportprogramm zeigt zwar erste Verbesserungen in den Ergebnissen, aber immer wieder auch in den darauf folgenden Schmerzen. Einen „Tacken mehr“ hat mehr „Aua!“ zur Folge. Muss‘ ich aushalten. Dauert tatsächlich sehr lange. Wird.

Was mich gerade kirre macht, ist die Tatsache, dass es vielleicht noch mal von vorn beginnen kann. Wenn nämlich die radioaktiven Substanzen „Leuchtkekse“ zeigen, muss noch mal Hand angelegt werden. Operativ etwa, mit durchaus unangenehmen Konsequenzen, wie ich so „ganz nebenbei“ erfahren habe. Schade, dass das immer nur in den Nebensätzen vorkommt; da müssen wir demnächst vielleicht noch mal darüber reden.

Um dieser Wartezeit und diesem unangenehmen Kopfkino aktiv entgegen zu wirken, habe ich mir selbst in der nächsten Woche etwas Ablenkung verordnet. Am kommenden Montag tagt der Social Media Club in München. Mit meiner Wenigkeit. Und schon am Donnerstag drauf gibt es die „Beef4Brands“, ebenfalls in München, an der ich dank der großartigen Unterstützung von Christian Henne teilnehmen darf. Und vielleicht gibt es zwischendurch noch den ein oder anderen Termin, der sich in dieser Landeshauptstadt ergibt.

Stay tuned. Danke.

cdv!

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  • Antje 27. Mai 2016 at 13:37

    <3