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Das Ziel: Qualität

29. Juli 2015

longstory_ska

(Der Klick auf das Bild führt zu Sonjas Blogpost.)

Meine Kollegin Sonja Kaute hat einen großartigen und mittlerweile sehr erfolgreichen Beitrag über Long-Stories, Scrollytelling und Storytelling-Tools auf ihrem Blog veröffentlicht. Mehrere Monate hat sie gesammelt. 40 und mehr gut erzählte Geschichten. Jede ist ein kleines Experiment. Weil es das Format noch nicht so lange gibt. Wir stehen noch immer erst am Anfang.

Die Long-Story ist nicht allein der gute Journalismus. Dabei ist gleichgültig, ob sie auf einer regionalen oder einer überregionalen Plattform erscheint. Sie ist nur ein Element in einer ganzen Reihe von Beiträgen, die guten Journalismus auszeichnen. Man kann sie gern als Sahnehäubchen oder i-Tüpfelchen bezeichnen. Guter Journalismus muss mehr sein.

Von der schlanken und geraden Nachricht, der kurz und gut gefassten Meldung, der vorurteilsfreien Berichterstattung, über den unterhaltenden Schmunzler, dem lebendigen Feature, der guten (!) Vereins-Berichterstattung, dem Gegenüberstellen und Einordnen von unterschiedlichen Meinungen, bis hin zur fesselnden und gefühlvollen Reportage, die dann gern auch als Long-Story daher kommen kann. Alles das ist guter Journalismus.

Was will Journalismus eigentlich erreichen?

Kurz gefasst: Nutzen, Wissen, Unterhaltung, Inspiration, Aufforderung, Impuls, Diskussion, Stimulanz.

Etwas vergessen? (Darf gern ergänzt werden.)

Nein, mehr ist es nicht. Und nicht weniger.

Ist jemandem aufgefallen, dass das Wort „Kanal“ bisher nicht aufgetaucht ist? Aus gutem Grund. Es spielt nur eine untergeordnete Rolle. Nun, nicht ganz, steht aber erst am Ende einer Produktionskette: Wohin mit der gut formulierten Nachricht, dem aufregenden Feature, der sauberen Gegenüberstellung und Einordnung von Argumenten? Dort, wo es sinnvoll ist. Drucken? Gern. Sehr gern sogar, wenn es im Umfang und Rahmen sinnvoll ist. Mehr Info: Gern digital, den Medienbruch gut einkalkuliert. Er gelingt immer häufiger, wenn das Ergebnis für den Leser und Nutzer einen Nutzen stiftet.

Das gut gespielte Klavier der Möglichkeiten

Können wir uns also zunächst mal auf die Qualität der Inhalte konzentrieren? Bitte. Wenn jeder Text, jedes Bild, jedes Audio-File und jedes Video einer möglichst wertfreien Qualitätsprüfung standgehalten hat, steht am Ende eine Verbreitungs- und Verwertungskette zur Verfügung, die heutzutage seinesgleichen sucht. Das gut gespielte Klavier der Möglichkeiten findet am Ende auch eine Möglichkeit der Monetarisierung. Davon sind wir gar nicht mehr so weit entfernt. Wenn die Qualität stimmt.

cdv!

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