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#bcrgb14 – Mehr als ein Geheimtipp

25. November 2014

Zwischen „Trello“, „Talenten“, „Community-Management“, „Usability“, „Entrepreneurship“ und „Twitter“ tauchte am zweiten Tag auch das Thema „Barcamp-Marketing“ auf. Selbstkritisch fragten sich Organisatoren, Sponsoren und Teilnehmer am zweiten Barcamp Regensburg #bcrgb14 am Wochenende, wie das vielleicht noch nicht so bekannte Format besser zu vermitteln ist. Etwa 50 Teilnehmer hatten sich am Wochenende im Vielberth-Gebäude der Universität Regensburg getroffen, um in offener Form viele verschiedene Themen zu diskutieren. Einig waren am Ende nicht nur die Teilnehmer des Barcamps, sondern auch die Runde der sogenannten Session „Barcamp-Marketing“: Das durchaus interessante Format soll weiter verbreitet werden.

Etwas mehr als 80 Barcamps verzeichnet die von Jan Theofel aufbereitete Internetseite Barcamp-Liste im deutschsprachigen Raum pro Jahr. Und während am gleichen Wochenende mehr als 200 Teilnehmer in Frankfurt (Main) ihre Themen diskutierten, war es zunächst fraglich, ob mit etwas mehr als 40 Teilnehmern in Regensburg das Format überhaupt möglich ist. Kleiner Rückschritt und kleiner Fortschritt: Bei der Premiere im letzten Jahr waren es 60 Teilnehmer, heuer wurden am zweiten Tag mit einer geringeren Beteiligung die höchste Zahl der vorgeschlagenen Sessions realisiert; die Teilnahmebereitschaft der Teilnehmer und -geber enorm.

Das in der Netzszene durchaus sehr beliebte Format der Unkonferenz ringt an einigen Orten um sich selbst. Während das Barcamp Hamburg als eins der größten Formate in Deutschland in diesem Jahr kurzfristig durch mangelnde Sponsoren wackelte (…und dann doch erfolgreich veranstaltet wurde.), sucht das noch neue Regensburger Barcamp um mehr Wahrnehmung und Interesse. Nur durch persönliche Ansprache und beharrliches Nachhaken konnten Menschen zur Teilnahme akquiriert werden; gleichsam in dem Vertrauen, dass sie vom offenen Format überzeugt werden können.

Verwunderlich einmal mehr: Selbst klassische Medien versuchten sich bemüht an diesem Wochenende um Session, Diskussion und Austausch, hatten es im Vorfeld jedoch völlig übersehen, auf die Veranstaltung auf ihren Kanälen zu werben. Und waren nach ihrem Beitrag komplett verschwunden. Da ist noch viel Luft nach oben.

Mit der Unterstützung der Uni Regensburg und einigen Sponsoren leistete das Orga-Team um Alexandra Grassler, Daniel Dengler und Dominik Schön mit weiteren Helfern ganze Arbeit. Im zweiten Stockwerk tagten und diskutierten die etwas mehr als 40 Teilnehmer zu vielen verschiedenen Themen. Die Neulinge waren schon bei der Sessionplanung über das unkomplizierte Verfahren zum Aufsetzen der Tagesordnung schnell begeistert. Freundliche und lockere Atmosphäre machten sogar in einem eher kühlen Uni-Gebäude das Camp zu einem annehmlichen Ort.

Wenn das mal so eintrifft, freut mich und uns das mehr als alles andere. Und eigentlich ist es schon jetzt viel mehr als das. Gleichsam, so ein Ergebnis der oben angeführten Barcamp-Marketingrunde, wollen wir in den nächsten Monaten versuchen, weitere Veranstaltungen in Regensburg und in der Oberpfalz an den Start zu bringen, um mehr Menschen mit Netzaffinität regelmäßig um uns scharen zu können. Dies auch, um damit vielleicht ein größeres Fundament an interessierten Menschen für das künftige Barcamp schaffen zu können.

Kurzer Abschluss: Das Team mit Christian, Alexander, Anne und Sonja war gemeinsam mit mir sehr zufrieden mit dem Verlauf und Ergebnis des Wochenendes. Viele interessante Sessions, von denen einige Themen schon Eingang in unseren Redaktionsalltag gefunden haben, wollen in den nächsten Tagen noch verarbeitet werden. Und eigentlich ist uns vor dem nächsten Camp mal gar nicht bange. Wir freuen uns darauf.

cdv!

Disclaimer: Mit dem „Oberpfalznetz“ waren wir einer der Sponsoren dieses Camps.

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