Allgemein Arbeit

Journalismus?

31. August 2011

Ob es bei „Wiesenhof“ mit rechten Dingen zugeht, kann ich nicht sagen. Dazu fehlen mir die Fakten. Natürlich ist es eine industrialisierte Nahrungsmittel-Produktion, die  mit Sicherheit nicht  jedem schmecken wird. Ein Thema für ARD exclusiv, der Beitrag wurde heute Abend ausgestrahlt.

Interessant war schon heute, dass es einen eigenen Beitrag von „Wiesenhof“  im Newsroom gab, der sich insbesondere gegen die Vorverurteilung des Unternehmens wendete. Nicht zu Unrecht, wie ich finde, denn demnach stand der Titel für den Beitrag schon lange fest. Die Recherchen, wie das Team es nannte, waren aber noch lange nicht abgeschlossen.

Der Beitrag heute Abend war nach meiner Meinung  journalistisch einfach nur schlecht. Einfach nur reisserisch aufgemacht, die wenigen Bilder von fragwürdigen Aktionen immer nur wiederholt, etwas Doku-Soap, die Belege nur dahin geschludert, aber nicht wirklich belegt. Interessant zudem, zwar den Beitrag von „Wiesenhof“ zu erwähnen, dort aber auch mal nicht alle Fakten zu nennen. Etwa, was den sehr frühzeitigen „Arbeitstitel“ angeht, unter dem der Beitrag heute auch gesendet wurde.

Natürlich wurde das Unternehmen befragt, aber wie letztlich der Beitrag geschnitten wurde: Liebe Kollegen, schämt euch!

Enttäuschend eigentlich auch die Resonanz im Netz. „Nie mehr Wiesenhof“, so der Tenor in der twitter-Timeline oder auf anderen Plattformen, ohne die Qualität des Beitrags zu berücksichtigen. Dabei kannten viele den Newsroom-Beitrag von „Wiesenhof“.

Interessant für die Unternehmens-PR ist der Fall allemal. Die Lösung, dieser „einseitigen Berichterstattung“ mit einem eigenen Bericht zu entgegnen, ist vielleicht eine geeignete Lösung, dem schlechten Journalismus zu entgegnen. Wie das in diesem Fall ausgeht, vermag ich gerade nicht zu sagen. Ich werde es einfach in den nächsten Tagen beobachten.

cdv!

 

 

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