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Reise-Bemerkungen – Der erste Teil

21. September 2020

 

Obgleich ich nun seit mehreren Jahren mal weniger und mal mehr mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich bisher keine mehrtägige Reise unternommen. Nun: Premiere. Nach vielen, vielen Monaten die ersten 14 Tage Urlaub. Mit einer kleinen Unpässlichkeit, einem Sonntagsdienst auf dem Bus, der zuvor noch absolviert werden musste.

Was ich vorher gemacht habe: Mir die grobe Richtung angeguckt, zwei Fahrradtaschen und eine Regenjacke gekauft, eine Tasche geliehen (die braucht die Frau im griechenländischen Tauchurlaub nämlich nicht), Packlisten studiert, gepackt, die Wohnung hübsch gemacht, abgefahren.

Für die Fahrrad-Freunde: Ich fahre seit dem Jahr 2016 ein Crossbike der Marke Ghost, Square Cross, Mark 3. Vorteil: Kein Gedöns wie Schutzbleche, Licht oder sonstiges, und damit am Ende etwa 11,5 Kilogramm. Nachteil: Keine Schutzbleche, kein Licht, bis heute nicht. Fährt auf Asphalt gut, und hält einige Sand-, Kies- oder Waldwege auch gut aus. Fährt völlig klaglos, hat noch keine Inspektion gesehen. Vor einigen Wochen habe ich unanständigerweise einen Gepäckträger montiert. Irgendwas ist immer.

Obgleich spät losgekommen, habe ich es dann doch noch am ersten Tag bis Münster geschafft. Etwa 68 Kilometer. Weitestgehend einfach nach Beschilderung, nur selten mal Google-Maps geöffnet; wenn etwas nicht wirklich klar war.

Was beim Fahrradfahren immer gut ist: Man kann über vieles nachdenken, oder es komplett lassen.

Hier jetzt einige Gedankensplitter des ersten Reisetages:

  • Würde die nahezu überpenible Beschilderung für Kraftfahrzeuge auch auf Radfahrerinnen angewendet, hätten wir es leichter. Zuweilen hören Radwege einfach auf, aber es gibt keinen Hinweis, wo sie fortgeführt werden. Ging schon vor Unna los, es gab dann unterwegs mehrere Beispiele.
  • Die Cafés in Werne wissen nicht, wie es Radreisenden gegen 15 Uhr geht, wenn sie Kuchenhunger haben. Sie schließen um 14 Uhr. Dennoch ein hübsches Örtchen.
  • Was macht das mit euch, wenn ihr Selfies macht, und sie auf den Plattformen teilt? Geht es euch dann gut, oder sogar besser? Habe gerade wenig Lust auf Selfies, möchte euch eher zeigen, wo ich bin, und mit welchen Menschen. Ich bin da nicht wichtig.
  • Eins der Schwerpunktthemen der nächsten Wochen wird die interne Unternehmenskommunikation sein. Wer muss wann mit wem wann und wie zu welchem Thema reden? Gerade in kleinen Unternehmen ist dort ein immenser Nachhol- und Fortbildungsbedarf. Vielen Unternehmern ist überhaupt nicht klar, welche Rolle die Kommunikation für den täglichen Betrieb, die Zufriedenheit der Mitarbeiter und damit für den Unternehmenserfolg spielt.
  • Nahezu beseelt heute nach einem Telefongespräch am Vormittag mit einer guten Freundin, von der ich weiß, dass sie nicht nur gut zuhören kann, sondern auch versteht, sogar mitfühlen kann. Sie weiß um meine Situation, und ich konnte ihr auch bei einer Kleinigkeit helfen. Schön.
  • Wir elektrifizieren immer mehr. Nach den Smartphones jetzt auch Rasenmäher-Roboter und die vielen, vielen Pedelecs. Wir brauchen damit doch eigentlich auch immer mehr Strom. Ist das gut, im Hinblick auf die CO2-Bilanz und die schon sichtbare Klima-Katastrophe?
  • Die Bäume vertrocknen. Es tut in der Seele weh, sie dürr zu sehen. Wie wird das weitergehen? Es macht mir Angst.

Nix von dem heute zu Ende gedacht. Später vielleicht mehr.

cdv!

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