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Gesellschaftstheorie

20. September 2011

Einen beeindruckenden Beitrag hat Michael Kausch am Wochenende für die FAZ abgeliefert, ein weiteres Addendum auf czyslanski: Die Gesellschaftstheorie des Internets. Oder das, was noch fehlt, was noch definiert oder erst einmal erarbeitet werden muss.

Mein Eindruck: Das Internet in seiner ganzen Dimension wird noch von viel zu wenigen Akteuren begriffen und eingeordnet, kaum jemand denkt konsequent Zukunft, es wird nur gepriesen oder gescholten. Grundlegend, und damit die Bedeutung des Netzes für die Entwicklung etwa unserer oder auch anderer Gesellschaften: Mehr Fehlanzeige.

Beeindruckend, nicht zuletzt bezogen auf den letzten Post hier im Blog, sein Absatz zum Journalismus:

Gleiches gilt für Journalisten. Nur wenige, die sich selbst erfolgreich als Marke etablieren können, werden überleben. Wer aber aus Wochenmarkt und Fußball-Turnier der Kreisklasse nicht besser zu berichten vermag, als der bloggende Karottenkäufer und Sport-Fan, der verliert auf Dauer seine berufliche Existenzberechtigung. Auf eine handwerkliche Überlegenheit sollte sich die journalistische Kaste besser nicht verlassen. Für sie gilt das Gleiche, was oben schon für die Berufsfotografen gesagt wurde: im Netz der Amateure blüht an manchen Orten eine Sprachkraft, der viele Edelfedern nur wenig entgegensetzen können.

cdv!

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