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Wir müssen weiter daran arbeiten, dass es in Zukunft gute Barcamps geben wird. Meine Erkenntnis des Barcamps Ruhr #bcruhr6 im Essener Unperfekthaus birgt auch einige Bedenken. Deutlich wurde mir dies im Rahmen der Session des bcruhr-Organisators Stefan Evertz zur “Zukunft der Barcamps”. Klar ist auch, dass es in Zukunft mehr Themencamps geben wird. Ein Grund mehr, die besondere Kultur der Barcamps zu pflegen, sie sogar auszubauen. Stefan hat dabei  deutlich gemacht, welche Ingredienzien dazu notwendig sind. Das #bcruhr ist gleichzeitig beredtes Beispiel.

Neben einer guten Vorbereitungsorganisation und der Versorgung mit gutem Essen (D’accord!) spielt die Location eine der wichtigsten Rollen für den Erfolg von Barcamps. Dabei vergleiche ich das Barcamp Ruhr sogar mit der re:publica. Das Unperfekthaus ist ein Traum. Die Station auch. Wenn man etwas daraus macht. Beide zeichnen sich nach meiner Meinung in der Detail-Liebe aus. Die Aufmerksamkeit und Sorgsamkeit der Locationbetreiber und der Camporganisatoren für ihr Publikum ist für viele vielleicht nur im Unterbewusstsein spürbar. Und tragen dabei zum Erfolg der Veranstaltung enorm bei.

Sessionräume unterschiedlicher Größen und Ausstattung sind dabei nur ein Teil. Denn das bieten viele Locations. Gleichzeitig Atmosphäre und Rückzugsräume für Gespräche von kleinen oder größeren Gruppen vorhalten zu können, ist ein wichtiger Aspekt zudem. Er sollte nicht unterschätzt werden.

Bedenken habe ich etwas, wenn es um das Organisationspersonal der Barcamps geht. Dabei meine ich nicht die vielen fleißigen Helfer, die sich nahezu immer finden. Die bestorganisierten Camps hängen an Initiatoren, die in den letzen Jahren viel Erfahrung gesammelt haben. Gelingt es jenen, diese Erfahrungen rechtzeitig an andere weiterzugeben? Finden sich Mutige, die an diese Erfahrungen andocken und die Camps weiterhin anzetteln und vorbereiten? Das ist mein Wunsch, aber auch die Aufforderung an die Erfahrenen, rechtzeitig und mit Umsicht ihren irgendwann verständlichen Rückzug vorzubereiten. Denen, die sich an die Camp-Initiierung trauen, müssen wir ohne eigene Interessen Unterstützung anbieten.

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Christian de Vries
Christian Dingler 

Neben den Barcamps werden künftig auch die Blogposts über die Barcamp-Teilnahme wesentlich besser. Und nicht nur die. Das “gelobten” mehr als 60 Teilnehmer, die im Rahmen des #bcruhr6 im Essener Unperfekthaus an der Session “Schönerbloggen-Besserschreiben” von Christian (Dingler) & Christian (de Vries) teilgenommen hatten. Neben vielen technischen Tipps zum Aufbau eines Posts wurden auch Fragen zu Themen und Technik sowie zur passenden Literatur beantwortet.

Mit Themen ist das so eine Sache. Die wenigsten sind von Natur aus so interessant, dass man ihnen freiwillig ein paar Minuten seiner Lebenszeit opfert. Ein paar einfache Kunstgriffe machen allerdings auch das Stück zum sprichwörtlichen Sack Reis zu einer spannenden Geschichte.

Wie sollen also die Blogposts aussehen? Lesbar! Ohne Geschwafel über Anreise oder Küsschen oder Grüße. Das lässt sich anderweitig erledigen. Kommt auf den Punkt. Schnell. Und ihr werdet gelesen.

Kein Mensch liest freiwillig Besinnungsaufsätze oder Erfahrungsberichte, die einfach nur ohne erkennbaren roten Faden kreuz und quer durch die Thematik wabern. Die Kunst des Zuspitzens besteht im Weglassen. Zunächst alles das, was unwichtig ist. Vom Rest sucht Ihr Euch einen Aspekt aus und über den erzählt Ihr.

Der Titel

Kurz und knackig. Wenn der Titel schon vorher feststeht, den Text darunter schreiben. Sonst erst den Text schreiben. Wenn’s schwer fällt: Fünf Titelvorschläge auf ein Blatt Papier schreiben, eine Stunde ruhen lassen. Der beste wird sofort sichtbar. Der knackige Titel wird auch der Tweet, mit dem der Text promoted wird. Also: Krachen lassen!

Wenn Ihr gezwungen seid, über den sprichwörtlichen Sack Reis zu schreiben, gibt es eine Technik, die hilft, das Thema spannend zu machen. Dreht das Rad weiter. Gebt dem Thema einen “Spin”. Einige Aspekte eignen sich besonders gut für einen Spin:

Konfrontation: Umgefallener Sack Reis sorgt für schlechte Stimmung in China
Harmonie: Chinesische Familie versöhnt sich über umgefallenen Sack Reis
Wirtschaft: Jährlich Schäden von 1,5 Mio. Euro durch umfallende Reissäcke
Tradition/Geschichte: Schon die alten Römer nervten Geschichten über umfallende Reissäcke
Zukunft: Startup verspricht: Nie wieder umfallende Reissäcke
Nähe: Sack Reis im Essener Unperfekthaus umgefallen
Außergwöhnlichkeit: Sack Reis ausnahmsweise stehen geblieben

Der Teaser (Vorspann)

Das Wichtigste voran: Erkenntnis, Einsicht, Nachricht. Dann: Möglichst viele W-Fragen (wer, was, wann, wo, warum, wie) in den ersten Sätzen verpacken. Dann weiß der Leser worum es geht (siehe oben).

Ihr merkt schon: Das kann unter Umständen sehr plakativ werden. Nicht alle Spins geben auch eine vernünftige Geschichte ab. Die Technik hilft allerdings, das Thema weiter zu drehen und einen Aspekt zu finden, der es Wert ist, erzählt zu werden.

Der Text

Auch knackig. Aktive Formulierungen, kurze Sätze, nicht mehr als 14 Wörter pro Satz, wenn möglich. Mut zur wörtlichen Rede, gute Zitate sind Salz und Pfeffer jeden Beitrags. Der Leser klebt an den Lippen derer, die zitiert werden. Die Fakten übersichtlich präsentieren, gern per Spiegelstrichen oder Nummerierungen. Nicht immer lange erklären. Dafür gibt es Links.

Bei längeren Texten mag nicht nur die Suchmaschine Zwischenüberschriften. Der Leser dankt, weil es dem Text Struktur gibt.

Wenn es nicht nur um Fakten geht, könnt ihr Bilder und Situationen beschreiben. Führt den Leser in die Situation, die euren Anlass widergibt. Adjektive sind in dieser Situation Zucker. Beschreibt die Atmosphäre, das Drumherum. Schafft ein Bild.Erzählt von Menschen

Viele kennen aus dem Studium das Gefühl, sich durch einen Text quälen, ihn erarbeiten zu müssen. Das hat einen Grund. Abstrakte Sachverhalte sind sehr trocken. Sie fesseln, wenn überhaupt, nur absolute Fachleute. Was uns fesselt, sind Geschichten von echten Menschen. Erzählt also nicht die Geschichte “In Essen ist ein Sack Reis umgefallen” – was ich lesen möchte, ist “Stefan und Katja waren entsetzt, als sie am Morgen des 10. März einen umgefallenen Sack Reis im Lager des Unperfekthaus in Essen entdeckten.” Das mag jetzt ein sehr plakatives Beispiel sein, aber Ihr merkt – es funktioniert. Je nach Geschmack kann man auch weniger dramatisch formulieren. Sollte man vielleicht sogar.

Die Literaturhinweise und eine gute Zusammenfassung unserer Session hat Frank Bergmann parat: http://blog.hildwin.de/2013/03/10/bcruhr-blogger-lesen-tageszeitung/

Dieser Beitrag ist die Dokumentation unserer gemeinsam gehaltenen Session “Schöner Bloggen” auf dem Barcamp Ruhr.

Ein wunderbares Tool zur Textüberprüfung: http://wortliga.de/textanalyse/

Dank den Sponsoren GLS Bank, Wunderman, Denkwerk, TechSmith, Rheinschafe, Simyo, 9elements, LVQ, pixoona, lokalkompass.de, spontacts, immowelt.de, autonetzer.de, Kwiitsch.

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Die meisten Barcamp-Berichte sind langweilig! Anstatt den persönlichen Erkenntnisgewinn der Veranstaltung in den Vordergrund zu stellen, werden gefühlt mehr als 80 Prozent der Berichte mit dem begonnen, was nur die wenigsten interessiert: Der Anreise, der Location-Beschreibung, dem Dank an die Sponsoren, dem Treffen der Timeline. Alles nett, alles richtig, alles öde. Behauptung, subjektiv wahrgenommen, nicht belegt: Es sind langweilige Schulaufsätze.

Die ohnehin gerade wieder begonnene Diskussion über die Barcamp-Kultur (späteres Thema) mag nach meiner Meinung zu einem mehr oder weniger großen oder kleinen Teil auch daran liegen, dass wir es nicht schaffen, mehr und besser über das zu berichten, was die Camps so einmalig macht: Aus einem gemeinsamen Interesse etwas zu schaffen, miteinander zu teilen, uns gegenseitig zu inspirieren, Wissen miteinander zu teilen.

Wir lesen jeden Tag das Internet. Wir lesen alle viel. Und wir machen es uns mit diesen langweiligen Barcamp-Berichten gegenseitig nicht leicht. Nahezu jedes Mal muss ich mich erst einmal durch die vielen Dankeschön und die immer wieder gleichen (Bahn-)Anreisen quälen, um vielleicht am Ende noch etwas zu finden, wo es dann endlich im Kopf geklickt hat.

Vorschlag: Wir machen es so, wie es früher (und manchmal noch heute… ) die Nachrichten-Redakteure gemacht haben: Die eigentliche Nachricht voran. Dann die wichtigsten W-Fragen: wer, was, wie, warum, wo, wann. In einem Satz. Geht nicht? Geht. Probiert es aus.

Ersatzweise, bei etwas geringerer Erkenntnistiefe, könnt ihr immerhin Bilder liefern. Ich meine sprachliche Bilder: Beschreibt den Schweiß, der während einer Session fließt, die wunderbare Transpiration im Raum, die olfaktorischen Reize, denen man in kleinen Session-Räumen ausgesetzt ist, den mehr oder weniger wunderbaren Charme einer Camp-Location, um damit die Leser in das Thema hinein zu führen: In dieser Atmosphäre verstand ich endlich den facebook-Algorhythmus (nicht). :)

Ohnehin ist es beim Schreiben wie bei vielen anderen Dingen: Die Kunst des Weglassen. Die Konzentration auf das Wesentliche. Ihr arbeitet alle effektiv und effizient? Dann schreibt auch so. Nur eine Session auf dem Barcamp hat euch vom Hocker gehauen? Dann schreibt nur das, klemmt gern noch höflich den Dank an die Sponsoren darunter, das ist okay. Aber haut nicht alles in diesen einen Text. Macht aus einem vielleicht vier Texte. Viel mehr Arbeit macht es euch auch nicht, weil ihr dann nicht lange überlegen müsst, wie ihr alles unter einen Hut bekommt. Schreibt also vier Texte, die sich auf das jeweilige Thema konzentrieren. Denkt vorher fünf Minuten darüber nach. Dann geht’s.

Haltet eure Sätze kurz. Oder konsequent lang, wenn es euer Stil ist. Macht euren Stil. Aber macht es nicht langweilig, weil ihr Fakten beschreibt, die so alltäglich sind. Schreibt über euren wichtigsten Erkenntnisgewinn des Barcamps. Und macht damit eure Leser glücklich. Versprochen: Wenn ihr gut einsteigt, zwischendurch die Form haltet, dann werden euch eure Leser auch belohnen. Mit dem Lesen bis zum Ende. Dankeschön an die Location, an die Sponsoren, an die Orga, an die Welt, Twitter, facebook,…. Ihr wisst schon. Strengt euch an. :)

cdv!

 

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Nach dem Zwei-Teiler aus Hannover war endgültig Schluss: Ab sofort kein #Tatort mehr, außer Krassnitzer, twitterte ich. Denn der Zwei-Teiler war eine grausame Katastrophe. Meiner Meinung nach voller Klischees, voller Plattheiten, voller Fehler, voller Löcher. Vieles nicht, und schon mal keine anspruchsvolle Sonntagabend-Unterhaltung.

(Ähem, hallo, gewollt? Wirklich? Anspruchsvolle Abendunterhaltung? Nö, oder?)

Ja, da zweifle ich auch zuweilen dran. Was wollen die Tatort-Macher eigentlich? Gute Unterhaltung? Oder nur ein bisschen Leben spielen? So tun, als ob. Das Fremdschämen auf Twitter wird irgendwann leider zur lästigen Gewohnheit, bis mir, wie gesagt, beim letzten Mal der Kragen platzte. Es kann nicht sein im gebührenfinanzierten Fernsehen, dass die es nicht hinbekommen, dass einem mal der Unterkiefer ob Spannung nach unten fällt.

Mal sind es die Protagonisten, die überkandidelt sind, mal eine platte Story, mal eine selbstverwirklichende Kameraführung, viel zu oft die einfallslose Regie, die es alle zusammen nicht schaffen, spannend zu sein. Und oft genug denkt man sich, dass es ja ohnehin nur die Wartezeit ist, bis im ZDF die wirklich guten Krimis aus den skandinavischen Ländern laufen. Spannend, unterhaltsam, auch amüsant, immer überraschend.

Ok, genug gelitten: Wie neu?

Warum nicht mal besser machen? Warum nicht mal hirnen, wie so ein Plot aussehen muss, dass er in ein spannendes Script verwandelt werden kann? Und warum nicht zusammen?

Geht doch: Tatort-Camp wäre so eine Lösung, für die wir (nur noch) einen Termin und eine Location finden müssen, um damit starten zu können. Dass es genügend Fans und Könner gibt, die sich daran beteiligen wollen, daran besteht meinerseits kein Zweifel. Es hat schon in der Vergangenheit vielversprechende Ansätze gegeben, die mit großer Sicherheit aus der gleichen Unzufriedenheits-Ecke stammen.

Weitere Anregungen, Ideen, Tipps und Terminvorschläge? Wer will was wann wie und wo beisteuern?

Auf ein spannendes “Tatort”-Jahr 2013!

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Es war nicht ganz so... ;)

Wer professionell digitale Kommunikation betreibt, kommt am Monitoring nicht vorbei. Und was heißt das? Das, was die Technik hergibt.  Gemessen wird, was geht. Und da geht einiges.  Likes, Shares, tweets und retweets, das sind noch die leichtesten Übungen. Wer sagt wann was wo, und wie. Welcher Post zu welcher Uhrzeit, welcher tweet mit welchem Inhalt, mit Bild oder ohne; wie sind die Reaktionen, wie ist das Sentiment. Wer ist das, wer da auf den eigenen Seiten ist, wer agiert da, mit welchem Ziel. Oder auch nicht. Geht alles. Das Internet ist in vielen Bereichen messbar. Das Ziel: Gut sein, besser sein, mehr Service, mehr Kundenbindung, mehr verkaufen. Denn das wollen alle. Und obgleich das  Monitoring ja noch eine sehr junge Disziplin ist, geistert mir nach zwei Tagen Monitoring-Camp in Hamburg  eine Frage durch den Kopf:  Zu viel Technik?

Der Reihe nach. Es ist gut, wenn sich immer mehr Menschen aus diesem Netz im richtigen Leben treffen, und dabei die Themen diskutieren, die sie bewegen. Dass das Camp-Format vorzüglich ist, zeigt sich auch hier in Hamburg, wo die Organisatoren den richtigen Rahmen bieten. Und am Ende zeigt sich auch, dass es eine gesunde Mischung von Unternehmens-Vertretern, Monitoring-Anbietern und weiteren Interessierten ist, die das Camp und den dort entstandenen Sessions zu einer sehr kurzweiligen Veranstaltung machen.

Gesprächsbedarf besteht mehr denn je. Das noch „neue“ Monitoring verwirrt nämlich auch. Insbesondere dann, wenn es um die Mess-Indikatoren und zudem auch um die sogenannten KPI geht. Von Einheitlichkeit mal keine Rede; wie auch, wenn jedes Unternehmen oder Organisation ganz anders tickt. Und schnell erweist sich in den Diskussionen auch, wie tief die digitale Kommunikation in die Struktur der Unternehmen eingreifen kann, wenn man nur einmal die Beteiligten in den Unternehmen oder Organisationen aufzählt, deren Interessen an der Kommunikation dazu schreibt, um gegebenenfalls anschließend einen Key Performance Index aufzustellen.

Gute Gelegenheit immerhin für einige der professionellen Anbieter in Deutschland und Europa, sich hier im Rahmen des Monitoring-Camps  auch zu treffen, sich zu präsentieren, gegebenenfalls auch auszutauschen. Gute Gelegenheit für Unternehmen, mal unverbindlich in das ein oder andere Tool zu schauen.  Für gutes Geld bieten die professionellen Dienstleister nahezu alles; zuweilen schon zu viel, wie Anwender bemerken.  Da tut es schon gut, wenn etwa @ForschungsWeb in dem nahezu jetzt schon unüberschaubarem Markt der Monitoring-Anbieter eine Übersicht präsentiert, damit man einen Überblick hat.

Die anwesenden und nicht anwesenden Anbieter  müssen sich, auch hier im Rahmen des Monitoring-Camps, der Vielzahl von kostenlosen Werkzeugen gegenüber stellen, die erfreulicherweise von Christine Heller und Tim Krischak  ebenbürtig behandelt werden. Nicht alles taugt, aber es lassen sich immerhin damit schon eine ganze Reihe und interessante Rückschlüsse ziehen. Auch hier: Zahlen, Balken, Diagramme; und damit dann am Ende zweier sehr interessanter Tage zur oben erwähnten Frage zurück: Zu viel Technik?

Den Eindruck kann man haben, und dabei ist das Social Web dann alles andere als sozial, wenn es lediglich auf die nackten Zahlen reduziert wird. Da kann man noch so lange über die „Tonalität“ sprechen, die muss am Ende nach einer ersten maschinellen Auswertung von einem Menschen gelesen und letztlich bewertet werden. Oder anders: Reichweite und Engagement im Internet sind toll. Besser ist es noch, dem Kunden, Fragenden oder Interessierten mit Hilfe dieser vernetzten Technik geholfen haben zu können. Ob mit Monitoring, oder auch ohne.

Das Monitoring-Camp ist richtig gut. Und meiner Meinung nach ist es wünschenswert, wenn es künftig  im  Reigen der  Themen-Camps  einen festen Platz hat. Weil das Thema weiterhin spannend ist, bleiben wird. Und ich denke, dass sich dort noch sehr viel entwickeln wird. Und wenn  wir schon beim Wünschen sind: Gern auch eine Location, die im wahrsten Sinne des Wortes etwas  „ mehr Raum“ bietet.

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Weitere Rückblicke und Links:

Jörn Sieveneck

Dr. Karin Windt

Feuermädchen

PR Report (Anja Beckmann)

Björn Negelmann

newsaktuell

Julia Scharmann

Julia Jachmann

Die Slides von Christine und Tim

Silke Schippmann

Susanne Ullrich

Thomas Schwenke

Christine für 3C

Webosaurus

Stefan Klix

brandwatch

Andre Luce

Sina Gritzuhn

Julia Neumann

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Hätte eigentlich nicht besser laufen können. Bin kaum in Aachen, und schon gibt es die erste Internet-Konferenz in dieser quicklebendigen Stadt: die webcon. Aber, ach: Nur wenig später gibt es schon die nächste? Tatsächlich: Social Media Day Aachen.

Aachen, was erlauben?

Scheint mir ein unruhiges Pflaster zu sein, die Hintergründe dazu kenne ich aber noch nicht. Denke dennoch, dass es nicht notwendig ist, zwei Veranstaltungen in dieser Stadt in einem so kurzen Zeitfenster hintereinander anzubieten.

Was die webcon angeht: Prächtige Location, prima und prächtigste Organisation, perfektes WLAN (best ever!) Leider ein spärliches Programm mit wenig Überraschungen. Oder, eigentlich: Gar keine. Es blubbert sich so durch den Tag, aber, ehrlich gesagt, Begeisterung schwappt bei mir nicht hoch. Denn auch die bekannten Gesichter präsentieren entweder sehr gemütlich, oder schon bekannt. Neuigkeiten: Keine!

Ok, ich kann das nur für mich so sagen, denn es mögen durchaus Teilnehmer dagewesen sein, die mehr gelernt und erfahren haben, weil sie sich noch nicht so im Netz bewegen. Am Tagesende hat es einige neue und nette Kontakte gegeben, aber auch nicht mehr. Auch das Format kann durchaus noch mal überdacht werden. Konferenzartig ist gut, aber vielleicht können die Macher im nächsten Jahr doch noch ein offenes Barcamp-Format mit dazu anbieten, um etwas mehr Salz in diese Internet-Suppe zu bekommen.

Ohne den Rednern des noch bevorstehenden Social Media Day etwas zu nahe treten zu wollen: Das Programm erscheint mir auch hier sehr technisch, weniger social, spricht mich auch kaum an, zumal es keine Namen sind, die mir schon im Vorfeld etwas Spannung versprechen. Der Preis für diese Durchschnittsware ist allerdings dann schon stolz.

Aachen, ich denke, da geht mehr. Werde das mal beobachten.

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Puh. Ist. Jetzt. Raus. Der neue Termin für das operncamp.

Hier, bitte notieren: 12./13 Oktober 2012, Bayerische Staatsoper München

Mann, was waren das für Kopf- und Bauchschmerzen, als klar war, dass der Termin im Juni wegen der viel zu wenigen Anmeldungen nicht laufen würde. Schlaflosigkeit, galore. War. Nicht. Nett.

Aber wir, nämlich der Johannes Lachermeier und meine Wenigkeit, haben nicht locker gelassen, Ursachenforschung betrieben, gelernt, etwas gelitten, zugegeben, aber mal nicht verzagt.

Und jetzt ist es der zweite Versuch, diejenigen zusammen zu bekommen, die für Oper, Opernfestspiele, für Theater und Orchester online machen, oder in Erwägung ziehen, online und digitale Kommunikation für die Kultureinrichtungen zu machen. Wobei: Jeder, der möchte, kann mitmachen.

In den nächsten Wochen werden wir über Rahmen und vielleicht auch Programmpunkte nachdenken, und ihr könnt dabei mithelfen. Bitte bei der Seite operncamp/Programm mit einem Kommentar Ideen hinterlassen, damit wir das gegebenenfalls einplanen können.

Erste Wünsche für ein “Vorglühen” vor dem Camp sind auch schon eingetroffen; na, also. ;) Läuft.

Freue mich, bekannte und möglichst viele unbekannte Gesichter in München zu sehen.

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Damit entlass’ ich euch mal ins hoffentlich frohe Pfingst-Wochenende!

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Das Internet geht ins Fernsehen. Äh, das Fernsehen geht ins Internet. Ach, egal, der Bayerische Rundfunk, also das Fernsehen, probiert was aus. Die #rundshow. Mit Richard Gutjahr. Und Daniel Fiene. Und Christian Jakubetz am twitter-Hebel. Erste Sendung heute Abend. Die timeline ist aufgeregt. Und twittern die #rundshow gleich mal in die trending topics. Gut so.

Der Start ist mutig. Das Thema sperrig. “Empört euch (oder lasst es einfach bleiben)”. Und leider geht’s da mit dem ersten Missgriff los. Denn das eigentliche Thema der Empörung (im Netz) wird an den spanischen Protesten aufgehängt. Spanische Proteste in Bayern. Im deutschsprachigen Internet? *hust* Warum Spanien (auch, wenn es wichtig ist), aber gibt es nicht auch anderes Empörungspotenzial in Deutschland? Ermutigt nicht das Netz die zunehmende Empörung? Vermutlich. Kommt da aber nicht vor.

Und sonst? Etwas viel Hin- und Hergeschalte. Von skype zum google-Hangout, von Filmchen hier zum Filmchen da. Und doch: Anmod/Film/Abmod, Anmod/Film/Abmod. *hust*

Was fehlt: Das Netz. Überblick und Einblendungen von Gruppen mit Links, die sich empören, die aus Empörung mehr machen. Beispiele zeigen, wo aus Empörung Bürgerwille geworden ist (oder auch nicht). Das Netz aggregieren. Wo engagieren sich Menschen? Bei facebook, bei g+, bei twitter? Das hätte man gern gewusst. Dazu braucht es übrigens keine Prominenten, sondern mutige Leute. Auch wenn der bejahrte Mann gut angekommen ist.

Was fehlt: twitter-Nachrichten. Kann nicht sein, dass da Agentur-Meldungen verlesen werden, wo doch die einzig relevante Nachrichtenquelle twitter ist. Also: twitter vorlesen ist cool. Und Kult. Probiert es aus. Mit Nachrichten, mit Wortkünstlern. Und davon gibt es auf dieser 140-Zeichen-Maschine eine ganze Menge.

Was auch fehlt: Etwas mehr Reaktionen einbauen. In Echtzeit. twitter, fb, g+. Und wenn es nur wenige sind. “Gibt’s noch relevante Nachrichten, die wir senden müssen?” schreit doch nach Partizipation. Nach Social TV. Das könnt ihr auch. Ihr müsst euch nur richtig trauen.

Insgesamt: Ein mutiger Anfang. Etwas zu viel Fernsehen. Etwas zu wenig Netz. Wobei ich zugeben muss, dass das wahrlich nicht einfach ist. Aber ich hätte da mit Sicherheit noch etliche Ideen. Ihr könnt mich ja antwittern, wenn ihr noch etwas wissen wollt.

Noch mutiger wäre auch gewesen, die fetten Verrisse gleich vorzutragen. Ob nun von Dumbo oder von wem auch sonst. Mehr Schnauze. Mehr Kotzen. Mehr Liebe. Flausch!

Weiterhin viel Erfolg. Wünsche ich euch wirklich. Und freue mich auf mehr.

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In etwa das Gefühl nach drei Tagen #rp12

Flausch, Liebe, Herzlichkeit, Fröhlichkeit, nette Menschen, Gespräche …. Mir fallen gerade nur solche Begriffe ein, wenn es um die re:publica geht. Ich lese immerwährend nickend die Blogbeiträge mit diesen Riesensäcken Lob, das die Blogger über die Organisatoren ausschütten. Fürwahr mit großem Recht.

Überhaupt: Liebe. Wahrscheinlich kann es nur so funktionieren, wenn man die Aufgabe hat, mehrere tausend Quadratmeter Hallenfläche geschickt und mit Spaß am Detail in eine Konferenz zu verwandeln. Die dann an drei Tagen mal mehr als 4000 Besucher hat. Freundliche und hilfsbereite Menschen an den Countern: #rp12. Günstige und gute Ernährung: #rp12. Bunte Stühle zum Mitschleppen: #rp12. Affenfelsen: #rp12 350 Vortragende: #rp12 Funktionierendes WLAN: ….. (Spaassss!). tbc.

Heftigst genickt habe ich beim Beitrag von Thomas Knüwer, der neben dem Lob auch noch die Prognose stellt, dass sich die re:publica mehr und mehr zu einem Festival entwickeln wird. Agree, bin dabei. Und das ist gut so. Denn bisher haben die Macher der #rp12 alles richtig gemacht. Und haben schon mal keine Angst vor der Größe. Äußerst flauschig lassen sich mit dieser phantastischen Location auch die Newbies wunderbar integrieren. Es mag sein, dass sich der ein oder andere Nerd nicht mehr wirklich wohlfühlt, aber er sollte es gelassen sehen.

Das, was sich im Netz abspielt, spiegelt auch die re:publica wider. Mehr Mainstream, denn die digitale Kommunikation greift weiterhin grassierend um sich. Mehr Themen, weil es mehr Themen gibt. Mehr Menschen, weil unabhängig von allen elektronischen Gadgets und Vernetzungsmöglichkeiten das ganz persönliche Gespräch der wichtigste Verknüpfungspunkt ist. Mehr teilen, weil es genau das ist, was das Netz so großartig macht, das Teilen können.

Ich war noch nie nach einer Konferenz so zufrieden wie in diesem Jahr. Und habe dennoch einige Wünsche an die #rp12 -Macher: Etwa eine Riege der Chefredakteure, wie Wolfgang Blau oder Frank Schirrmacher (der mittlerweile wunderbar twittert), mehr Politiker (auch die, die noch nicht twittern), vielleicht auch mehr Praktiker (Cases). Und: Wann kann man sich für die #rp13 anmelden?

cdv!

Weitere Stimmen: Daniel,  Kerstin, Robert, Susanne, Dörte, Meike1, Meike2, Thilo

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